Anfängergeist: Wie man etwas beginnt

in Motivation & Ziele

Original-Artikel “How to Start” von Leo Babauta, Zen Habits
in deutscher Übersetzung von Thomas Bagusche. Folge mir auf Twitter.

“Es gibt zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann – nicht den ganzen Weg zu gehen und nicht zu beginnen.” – Buddha

“There are two mistakes one can make along the road to truth – not going all the way, and not starting.” – Buddha

Wie beginnst Du etwas Neues?

Ob es der Anfang eines Fitness-Programms ist, die Durchführung einer Aufgabe, die Du abschliessen willst oder ein Unternehmen oder Produkt von Null aufzubauen – wie fängst Du an?

Dies ist eines der bedrohlichsten Dinge. Es ist das Nicht-Beginnen, was die meisten Aufgaben und Projekte umbringt.
Prokrastination schiebt den Start auf. Deine neue Unternehmung wird verhindert, weil der Anfang zu schwer ist.

Wie ich anfing

Als ich Zen Habits startete, hatte ich keine Ahnung, wie ich beginnen sollte. Ich schaute auf andere Blogs und es war einschüchternd, was diese Blogger bewerkstelligt hatten: nicht nur tausende Leser, sondern auch hunderte Artikel, ein Super-Blogdesign, ihren eigenen Domain-Namen, alle Arten von Services und E-Books, T-Shirts und noch andere Dinge mehr.

Ich konnte dies alles nicht schaffen – ich hatte einen Job (tatsächlich waren es zwei) und eine Familie mit sechs Kindern. Also ließ ich es und machte nur eine Sache: ich wählte einen beliebigen Namen, der sich gut anfühlte und generierte einen Gratis-Account auf Blogger.
Das war unglaublich einfach und ich fühlte mich großartig.

Dann machte ich eine weitere Sache: Ich schrieb einen kurzen Beitrag, indem ich über ein paar Dinge die ich tat reflektierte – im Grunde nur ein Journal-Eintrag. Ich war draußen in der Welt – zum ersten Mal!

Das war mein Anfang. Es war nicht schwer – tatsächlich so einfach, dass ich mich dem Anfang nicht verweigern konnte. Schließlich machte ich die Dinge, die alle anderen machten. Zu Beginn machte ich nur eine Sache und dann eine weitere.

Beginne eine Aufgabe

Wenn Du mein E-Book “Un-Procrastination” gelesen hast, weisst Du, wie leicht es zu lesen war. Kurze Kapitel, mühelos zu lesen, die Du in einer kurzen Zeitspanne schaffen kannst. Ich habe es bewusst einfach gehalten, damit Du es nicht aufschiebst.

Aber dann sagte jemand, “Es ist einfacher das Buch zu lesen, als es zu verinnerlichen!”

Zu wahr. Solange Du es Dir eben nicht einfacher machst damit anzufangen.

Wie startest Du mit eine Aufgabe, die Du aufschiebst, weil sie zu schwierig ist? Du gestaltest es supereinfach.

Zuerst, wähle eine Aufgabe. Ist das zu schwer? Wähle eine x-beliebige, um es für Dich selbst einfach zu machen.

Wenn Du eine Aufgabe gewählt hast und es scheint zu schwer damit anzufangen, dann mach es eben einfacher: mache es nur eine Minute. Wenn das zu scher ist, mache es nur 20 Sekunden. Das ist so einfach, dass Du nicht Nein sagen kannst.

Was auch immer die Aufgabe ist, solltest Du prokrastinieren, mach es einfacher. Einfach anzufangen ist der Schlüssel. Wenn Du länger als 20 Sekunden machen willst, mach weiter. Falls nicht, mache weitere 20 Sekunden nachdem Du eine Pause gemacht hast und Dir den hartverdienten Schweiß von den Augenbrauen gewischt hast.

Beginne eine Gewohnheit (zu etablieren)

Wie beginnst Du eine Gewohnheit zu etablieren? Einige Leute haben kein Problem damit zu starten – es ist das Dranbleiben, was für sie schwierig ist. Und andere wollen seit Jahren etwas machen und schaffen den Start nicht.

So oder so, solltest Du so einfach wie möglich beginnen.

Anfangen ist der Schlüssel zur Gewohnheit. Wenn Du nicht anfängst, wirst Du nie eine Gewohnheit daraus machen. Also halte es so einfach wie möglich. Willst Du Sport machen? Dann zieh Deine Schuhe an und geh nach draußen. Gerade mal fünf Minuten ist alles was Du brauchst.

Was ist, wenn du viel mehr machen willst, weil Du so begeistert bist? Mache es nicht. starte so einfach wie möglich. Warum? Weil das Dranbleiben sehr, sehr viel einfacher ist, wenn Du eine kleine Gewohnheit keierst. Versuche die Gewohnheit für 30 Minuten pro Tag zu laufen zu etablieren und anschließend die Gewohnheit fünf Minuten pro Tag zu laufen. An welcher hälst Du länger fest? Ich kann Dir die Antwort bereits sagen: an der einfacheren Gewohnheit.

Wenn Du beginnst eine Gewohnheit zu kreieren, beginne so unglaublich einfach, dass Du nicht scheitern kannst. Später kannst Du die Gewohnheit weiter ausbauen, bis sie auf dem Level ist, das Du wirklich willst. Aber starte einfach.

Starte ein neues Unternehmen

Du bist endlich bereit Deine kraftvolle kreative Energie in ein neues Projekt zu kanalisieren. Nicht nur ein gewöhnliches Arbeitsprojekt, sondern eines, dass für Dich eine neue Unternehmung sein wird – eines, dass ein neues Geschäft starten wird, ein neues Leben – mit dem Du Dein Zeichen auf dieser dichten Welt setzen wirst.

Aber Du verschiebst es. Da ist zu viel, was getan werden muss und du bist bereits sehr beschäftigt. Es ist bedrohlich damit zu beginnen.
Beginne so einfach, wie nur menschenmöglich. Wie einfach kannst Du dieses neue Geschäft gestalten? Wie einfach kannst Du das Produkt gestalten? Mach es noch einfacher.

Lass Dein neues Geschäft oder Produkt nur eine Sache erledigen. Und dann lass es weniger als diese eine Sache machen. Sicher, später kannst Du den Prozess wiederholen und eine oder zwei Eigenschaften hinzufügen, aber wenn Du beginnst, mache so wenig wie möglich.

Du wirst nicht in der Lage sein zu scheitern und im Anfang liegt alles. Es ist der Ort, wo neue Welten erschaffen werden, neue Reisen beginnen, neue Leben geboren werden.

“Es gibt zwei Arten von Menschen, solche die vollenden, was sie begonnen haben und so weiter.” – Robert Byrne

“There are two kinds of people, those who finish what they start and so on.”  – Robert Byrne